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Gähnen und Jucken stecken an

Geschrieben in Aktuelles > Allgemeinmedizin am
Sie kennen das: Ihr Gegenüber gähnt oder juckt sich und schon tun wir das Gleiche. Warum eigentlich?

Beim Gähnen und beim Anblick eines Juckenden werden die gleichen Hirnregionen aktiv, in denen Gefühle entstehen. Hier werden sog. Spiegelneurone aktiviert. Diese sind die Grundlage für Empathie und Nachahmung. Wenn wir also erkennen, wie sich andere Menschen fühlen, spiegeln diese Nervenzellen wider und empfinden mit. Diese Zellen wurden 1995 am Gehirn von Affen entdeckt und existieren genau so bei Menschen. Neben Aktionen wie Gähnen oder Jucken bilden sie möglicherweise das Fundament für Mitgefühl, Sprache und Denken.

 

Diese Phänomene sind sowohl durch Vergleichsversuche als auch durch Kernspintomographie-Analysen bestätigt worden. Ein japanischer Forscher z. B. hat in einem Experiment 72 Prozent der Versuchshunde zum Gähnen gebracht, wenn ein Mensch ihnen etwas vorgegähnt hat.

 

Gähnen hat übrigens nichts mit Sauerstoffmangel zu tun. Diese Hypothese ist gut widerlegt worden. Heutige Vermutungen (nichts ist bestätigt) gehen eher von einem Temperaturausgleich für das Gehirn aus. Wir gähnen im Winter auch häufiger als im Sommer: Bei Wärme der Außenluft verschwindet der kühlende Effekt.

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